FDP im Schloss

FDP im Regionalverband Saarbrücken

FDP bedauert Ablehnung ihres Antrages einer Mitarbeiterbefragung als Grundlage für den Aufbau eines qualifizierten Personalmanagementsystems

Saarbrücken, 03.12.2010 – Anlässlich der gestrigen Ablehnung des im Regionalverbandsausschuss durch die FDP-Fraktion gestellten Antrag auf Durchführung einer Mitarbeiterbefragung, die als Grundlage für den Aufbau eines Personalmanagementsystems (u.a. auch eines Caremanagementsystems) dienen sollte, erklären der Fraktionsvorsitzende der FDP im Regionalverband Manfred Baldauf und seine Stellvertreterin Nathalie Zimmer:

„Es ist bedauerlich, dass eine gute Initiative der FDP erneut von allen anderen Fraktionen in der Regionalversammlung abgelehnt wurde. Verwaltung und Fraktionen nehmen das Thema Fürsorgepflicht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regionalverband offensichtlich nicht wirklich ernst.
Wir, von der FDP, forderten in unserem Antrag den konsequenten Auf- und Ausbau eines Personalmanagement- sowie Caremangementsystems für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalverbandes.
Wir verwiesen beispielhaft auf die Auswirkungen des demographischen Wandels, weswegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zukünftig eine intensive Betreuung brauchen, damit Sie im Zuge der Veränderungen und der neuen Herausforderungen keinen Schaden an ihrer Gesundheit und ihrer Einsatzkraft erleiden.
Deshalb hält die FDP den Aufbau eines Personalentwicklungs- und –managementsystems für dringend notwendig. Dieses Personalführungsinstrument sollte nach Auffassung der FDP-Fraktion schrittweise und modular aufgebaut werden, beginnend mit einer umfassenden Mitarbeiterbefragung im Jahre 2011. In den folgenden drei Jahren sollten dann gezielte Schulungen auf der Basis der Untersuchungsergebnisse durchgeführt werden. Viele Beispiele in der Entwicklung des Regionalverbandes haben von den Mitarbeitern in der Vergangenheit erheblichen Arbeitseinsatz und Flexibilität abverlangt. Erwähnt soll hier beispielsweise die Integration des Sozialamtes von den Gemeinden und Städten in die Regionalverwaltung. Allein dieser Organisationsvorgang führte zu einem deutlichen Anstieg der Mitarbeiterzahlen des Sozialamtes. Damit einhergehend folgten neue Kompetenzzuschnitte und der Aufbau neuer Organisationseinheiten. Ebenso stellen die Veränderungen im Bereich der Sozialgesetze ständig neue Anforderungen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowohl im Bereich des Sozialamtes als auch in der Arge. Unseren Mitarbeitern wird somit ein hohes Maß an Flexibilität und Belastbarkeit im täglichen Arbeitsalltag abverlangt. Verwiesen soll in diesem Zusammenhang auch auf die stetig steigende Zahl der Inobhutnahmen und stationären Unterbringungen von Minderjährigen. Um diese Aufgaben zu bewältigen müssen unsere Mitarbeiter des Jugendamtes und des sozialen Dienstes erheblichen Mehreinsatz erbringen.
Es ist außerordentlich bedauerlich, dass sich Verwaltung und die übrigen Fraktionen diesem wichtigen Thema der Wertschätzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalverbandes nicht intensiver zuwenden und unser Konzept der Entwicklung einer modernen zukunftsweisenden Verwaltung in Bausch und Bogen ablehnen. Sowohl die Verwaltung, als auch die Fraktionen in der Regionalversammlung verkennen den Ernst der Situation, wenn sie unseren Antrag mit dem Hinweis ablehnen, es besteht kein Handlungsbedarf im Bereich der Mitarbeiterführung bzw. erklären die Arbeitsverhältnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien ausgezeichnet ausgestattet und begleitet.”


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