Mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Festsaal des Saarbrücker Schlosses ist die Fraktion der Freien Demokraten in der Regionalversammlung mit über 200 Gästen in das politische Jahr 2026 gestartet. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung folgten der Einladung.
Zu Beginn betonte der Fraktionsvorsitzende Roland König die zentrale Bedeutung von Chancengleichheit und Leistungsbereitschaft für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eine moderne Gesellschaft müsse wieder Lust auf Leistung entwickeln. Gleichzeitig hob König hervor, wie entscheidend politische Entscheidungen auf kommunaler Ebene für den Alltag der Bürger seien. Gerade hier würden die Weichen für Lebensqualität, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung gestellt.
Im Anschluss übte die Landesvorsitzende der FDP Saarland, Angelika Hießerich-Peter, deutliche Kritik am aktuellen Bildungssystem. Gute Deutschkenntnisse seien eine fundamentale Voraussetzung für Chancen, Teilhabe und Aufstieg. Der Leistungsgedanke müsse wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, zudem dürfe die berufliche Bildung nicht weiter vernachlässigt werden. Auch wirtschaftspolitisch mahnte Hießerich-Peter einen Kurswechsel an: Das Saarland sei inzwischen bundesweit Schlusslicht, diese Entwicklung müsse dringend gestoppt und umgekehrt werden.
Hauptredner des Abends war der stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Demokraten, Wolfgang Kubicki, der aufgrund der Wetterlage per Zuschaltung an der Veranstaltung teilnahm. In seiner Rede warnte Kubicki davor, dass Deutschland sich nicht länger allein als „Moralweltmeister“ verstehen dürfe. Er hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für Meinungsfreiheit und die freien Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger und sprach sich unter anderem gegen ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige aus. Statt immer neuer Steuererhöhungen brauche es weniger Staat und mehr Eigenverantwortung. Auch Kubicki unterstrich die Bedeutung von Leistung, Wettbewerb und ausreichenden Sprachkenntnissen im Bildungssystem als Grundlage für den zukünftigen Erfolg des Landes.
Der Neujahrsempfang bot neben den politischen Impulsen auch Raum für persönlichen Austausch und Diskussionen und setzte damit einen klaren liberalen Akzent zum Beginn des politischen Jahres 2026.
